Baron Jean de Selys Longchamps diente während des Zweiten Weltkriegs als Flight Lieutenant bei der Royal Air Force.
20. Januar 1943: In den frühen Morgenstunden greift er das Gestapo-Hauptquartier an der Louise Avenue in Brüssel an. Seine Hawker Typhoon ist mit vier 20-mm-Hispano-Kanonen ausgestattet, die bis zu 650 Schuss pro Minute abfeuern können. Mehrere deutsche Offiziere kommen dabei ums Leben, das Gebäude wird schwer beschädigt.
Nacht vom 15. auf den 16. August 1943: Während eines RAF-Einsatzes über Ostende wird sein Flugzeug von der deutschen Flugabwehr getroffen und schwer beschädigt. Bei der Landung auf dem Flugplatz Manston in Kent (Großbritannien) bricht die Maschine in zwei Teile auseinander. Er stürzt ab und ist sofort tot. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof von Minster-in-Thanet, nicht weit von dem Ort entfernt, an dem er fiel.
Zu Lebzeiten erhält er die hohe Auszeichnung Distinguished Flying Cross. Nach dem Krieg wird er posthum zum Ritter des Leopoldsordens mit Palme ernannt. In Brüssel erinnert noch heute eine goldene Büste in der Nähe der Louise Avenue an seine Widerstandstat.